•Gedankenvolles Wort•
•Öl auf Leinwand•
•60x50 cm•
2024•
sollte man nicht. Lebe nicht in der Zukunft, sagen sie, auch das nicht. Verwirrend. Lebt der Mensch
nicht auch im ewigen, so lebt er gar nicht. Lebe im Ewigen| Bring vom Ewigen etwas ins Zeitliche
herein.
Ein Stapel Fotos, Bilder aus der Vergangenheit, verwandelt in abstrakte, farbige Ecken. Hoch,
körperhaft aber flach. Sprechend, aber nichts sagend Verwirrend, was ist zu erkennen? Erlebnisse
zu haben und in sich zu sammeln, das sind noch keine Erfahrungen. Um Erfahrungen machen zu
können, wird es nötig sein, an unser tätig werden eine Aufforderung zu stellen, eine innere
Tätigkeit in Bewegung zu setzen. Das Leben ist keine reine Aufforderung an unsere Lust.
Was du zu hören glaubst, nimmt viel mehr den Platz des Hörens ein, als das es Hören wäre. Öffne deine Ohren, nicht deine Nervenendigungen. Letztere sagen dir, ob ein Ton behaglich ist für dich, oder unbehaglich. Doch das sagt nichts über den Ton selbst aus. Erfahre, wie ein Ton ist. Störe und unterbrich ihn nicht. Erkundige dich nach ihm und verfälsche ihn nicht durch deinen eigenen.
Der Mensch sieht, was sich vom anderen in ihm selbst spiegelt. Er sieht auch, das der andere, wie
er selbst, eine Projektionsfläche ist, von Wirkungen aus Welten, in die er eingewoben ist. Er kann
schauen und fragen ,Was wirft sich in den anderen hinein und was wird in mich hineingeworfen?"
Das verdoppelt die Ansicht und die Möglichkeit etwas über uns in Erfahrung zu bringen.
Zwischen Tapete und einer Keramik- Ablage ist eine Haarnadel gefunden worden. Sehr oft füllt etwas einen Platz aus, von dem man meint, das es ihn gar nicht gibt.
•Bildbeschreibung folgt•
Der Erwachsene denkt über die in ihm erstorbene Lebensfreude nach, über die Lebensfreude die er als Kind hatte. Er hat keine Vorstellung von der Art des Herauslebens, durch die er gegangen ist. Er kann sich seine toten Gedanken wie einen Nagel in die Wand schlagen, einen vorbereitende Hängevorrichtung für ein tiefes schmerzliches Gefühl in der Gestalt eines Bildes. Eine Erinnerung an ein fremdgewordenes Wesen, das er einst war.
Fragen wir uns: Was würde dem Bewusstsein des Kindes widerfahren, wenn es von heute auf morgen in das getrennte und trennende, verwesende Denken eines Erwachsenen hineingesetzt würde, in all die Lügen und Verleumdungen, in all den Hass. Würde es augenblicklich sterben?
Es ist das Prinzip des Frosches, dessen Wasser ganz langsam, fast unbemerkt erhitzt wird. Doch der Mensch ist kein Frosch.
•Verkauft•
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Die Dinge des Gebrauchs nützten nur in ihrer Vollständigkeit. Ein Gummihandschuh mit abgeschnittenen Fingern ist nicht, rein materialistisch gesehen, nurmehr 60 % Handschuh statt 100% Handschuh. Er ist gar kein Handschuh mehr. Jener ist in seiner Unversehrtheit vollständig und nur in dieser.
Ein Zündholz, welches so dicht hinter dem Schwefelkopf abgebrochen ist, wie jenes, das kann man nicht mehr halten und wenn man es nicht halten kann, ist es unentzündbar.
Wie sieht es mit der menschlichen Unversehrtheit aus, seine Aufgabe zu erfüllen?
•Verkauft•
Schenke deine Worte den Dingen, die stumm sind. Damit diese stummen Dinge durch dich sprechen können. Die Dinge sind gar nicht eine Aufforderung an deine Lust, sondern mehr eine Aufforderung an deine Tätigkeit.
Beschichten wir die Erscheinung unserer Persönlichkeit aus dem Inneren heraus, oder von außen?
Da putzt sich der Mensch am Abend seine Zähne und legt sich ins Bett, Bewusstlosigkeit
überspannt ihn unter des Himmels Sterne. Wo ist der Mensch wahrend dieser Zeit und was macht
er? Was macht die Nacht mit ihm? Morgens steht er von neuem wieder auf, geht in sein
Badezimmer und putzt sich die Zähne. Weshalb ist ein Traum so fluide und hat die Neigung sich zu
verflüchtigen? Weil er unbedeutend ist oder weil er bedeutend ist? Solange ich keine Beweise für
(die) Bedeutungslosigkeit (der Träume) habe, bin ich verpflichtet, von einer Bedeutsamkeit
auszugehen.
Es bedarf einiger Sätze um Brücken zu bilden ins Verständnis hinein:
Gearbeitet wird in diesem Bild an einem, an der Staffelei stehendem Gemälde. Es zeigt oben ein Zündholz und unten einen Stein. Davor, in der rechten Bildhälfte auf dem Tisch steht eine nicht angezundene Kerze nebst einem Schädel.
Das Zündholz bezieht sich auf die Kerze. Mit einem Zündholz eine Kerze zu entzünden ist wohl der würdigste und wesentlichste Zweck dieses Gegenstands.
Der Stein bezieht sich auf den Schädel. Ein Leichnam aus Kalk. Wir hinterlassen etwas hier, wenn wir gehen. Materiell und immateriell. Was hinterlassen wir? Lass uns suchen nach dem würdigsten Aufgaben in unserem Leben: die Meinung ist von der Wahrheit zu scheiden und das Wesentliche vom Unwesentlichen.
Am Boden hinten in der Mitte lehnt ein Bild. Es zeigt einen Bildausschnitt von einem Kreuzigungsgemälde. Zu sehen ist der rechte Schächer des Christus.
Ja, das Geben ist eine Verantwortung des Menschen. Das Nehmen ist genau so eine Verantwortung. Es ist in gemeinter Art eine Voraussetzung des Gebens. Denn: Es kann nur das rauskommen was hineingegeben wird und geworden ist.